top of page

So nebenbei beschäftige ich mit generativer KI ...

Meine Kollegin Edith Ottschofski und ich haben 2026 dieses Buch herausgegeben.

 

Aus einem (scheinbar) einfachen Schreibspiel ist ein vielschichtiges Tableau entstanden:

Schreibe einen Text mit höchstens 3000 Zeichen, der die Wörter Ostsee, Baum, Tod, Gurke, Eingebung, Graben, Wegweiser, Radiergummi, Spiegel, Traum enthält.

Diese Anweisung erhielten die Mitglieder des VS Berlin (Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di), eine junge Schreibgruppe aus Marzahn und verschiedene generative KI wie ChatGPT & Co. So entstanden 29 Texte.

Kann der Mensch oder kann die KI menschengemachte von maschinengemachten Texten unterscheiden? Eine Art Turing-Test also. In unserem Buch gingen dieser Frage die Literaturwissenschaftlerin Brigitte Heymann und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DFKI (Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz) nach.

Außerdem erklären Jennifer Haase vom Weizenbaum-Institut und und Sebastian Pokutta von Zuse-Institut Berlin die Arbeitsweise der KI und die Auswirkungen auf die Literatur. Ein Interview mit Hannes Bajohr, langjähriger Experimentator mit KI und Professor in Berkeley vervollkommnet den Sachteil, der das Corpus mit seinen  29 Texten umrahmt, das Werk.

Die Texte sind übrigens ohne Nennung der Autorin oder des Autors abgedruckt. Die Lesenden wissen also nicht, wer den Text verfasst hat: Mensch oder Maschine? Eine Auflösung erfolgt am Ende des Buches.

Im Jahr 2024 erschien dieses Buch:

 

Auch hier haben die Mitglieder des VS Berlin teilgenommen. Thema der Texte lautete zunächst "Regen".

Nachdem im November 2023 plötzlich ChatGPT die Welt erschütterte, hatte ich folgende Idee: Die Autorinnen und Autoren der Regentexte sollten einen Prompt so schreiben, dass ChatGPT einen Text erzeugt, der dem bereits vorhandenen - menschengemachten - Text möglichst nahe kommt. Es war nur ein Prompt erlaubt.

©2022 Martina Wildner. Erstellt mit Wix.com

bottom of page